Niederländische Regierung will Schüler an Microsoft binden

Niederländische Schüler, die Freie Software benutzen, werden von schulischen Online-Systemen ausgeschlossen. Die FSFE hat dagegen eine Kampagne begonnen.

Hollands Bildungsministerin Marja Bijsterveldt teilte kürzlich mit, dass die Regierung den Plan verfolgt, die Schulen im Land für die nächsten Jahre von Microsoft abhängig machen zu wollen.

Laut niederländischen Informationen werden Schüler, die freie Software oder Geräte verwenden, die Silverlight nicht unterstützten, von den Online-Systemen der Schule ausgeschlossen, weil proprietäre Technologie und geheime Formate verwendet werden sollen. Die Bildungsministerin lässt erkennen, dass die Regierung nicht bereit ist, die eigenen Richtlinien für Offene Standards umzusetzen. Es wird stattdessen eine lang anhaltende Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter gewünscht.

Diese Aktion zeigt für den Freie-Software-Unterstützer Jan Stedehouder, dass stärkere und zuverlässigere Richtlinien für Offene Standards nötig sind. Aus diesem Grund hat die FSFE (Free Software Foundation Europe) unter Stedehouder eine Kampagne gestartet, die sich zum Ziel gesetzt hat, öffentliche Einrichtungen zu verpflichten Offene Standards zu verwenden. Außerdem soll sicher gestellt werden, dass der Zugang zu Online-Diensten öffentlich finanzierter Einrichtungen herstellerunabhängig verwendet werden kann. Der niederländische Aktionsplan “Holland offen in Verbindung” fordert desweiteren, dass die Bildung in IT-Fähigkeiten gefördert wird, indem das Bildungsprogramm auf herstellerunabhängige Fähigkeiten erweitert wird.

Die Rahmenrichtlinie, die das holländische Parlament 2007 abgesegnet hat, war ein wichtiger Erfolg, dennoch führten politische Barrieren dazu, dass diese Richtlinien nicht wirklich umgesetzt werden konnten. Als Folge dessen werden den Schülern, die von den Systemen ihrer Schule ausgeschlossen werden empfohlen, sich das Betriebssystem Microsoft Windows zu kaufen. Dies ist ein Zustand der für die FSFE nicht akzeptiert werden kann, denn die Schüler müssen Zugang zu freien Technologien haben.

Zur Unterstützung der Kampagne “Bildung befreien – für grenzenloses Wachstum”, für die sich auch die FSFE einsetzt, kann gespendet und eine Petition unterzeichnet werden.

Die Welt verliert einen Visionär

Mit tiefer Bestürzung reagierten die Menschen auf die Nachricht von Tod von Steve Jobs, einem Menschen, der wie kein anderer die Welt der Computer in den letzten 35 Jahren prägte und veränderte.

Vor 2 Wochen starb Steve Jobs im Alter von 56 Jahren; kurz nachdem er von seinem Amt als Apple-Chef zurückgetreten war. Sein Tod bewegt viele Menschen.

Was 1976 in einer Garage begann, zählt heute zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Sein Lebenswerk, die Firma Apple, die damals noch Apple Computer Inc. hieß, gründete Steve Jobs 1976 mit seinem Studienfreund Steve Wozniak in der Garage seiner Eltern. Auch bei der Gründung mitgewirkt hat Ron Wayne, der aber nach wenigen Monaten die Firma wieder verließ. Seine Anteile verkaufte er für 800 Dollar. Unvorstellbar, bei dem Gedanken, dass diese Anteile 6 Jahre später 1,5 Milliarden Dollar wert gewesen wären.

Den ersten Computer, den Apple I, der nur aus einer Platine bestand, brachten Jobs und Wozniak noch im Jahr der Gründung auf den Markt. Ein komplett neues Modell folgte ein Jahr später mit dem Apple II. Dieses Modell bescherte Wozniak und Jobs einen ersten Welterfolg.

Mit der Einführung des Macintosh im Januar 1984 revolutionierte Apple die Computerbranche.

Nach einem Streit musste Jobs 1985 das Unternehmen verlassen und gründete daraufhin die Computerfirma Next und das Animationsstudio Pixar. Die Firma Apple schrieb währenddessen rote Zahlen, doch mit der Rückkehr von Jobs 1997 gelang es ihm, die Firma wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Weitere erfolgreiche Jahre folgten, in denen zum Beispiel der iMac auf den Markt gebracht wurde.

Mit seinem Gespür für erfolgreiche Innovationen kam 2001 der iPod auf den Markt, der seither den Markt der mobilen Musikabspieler dominiert. Mit dem iPhone gelang Jobs 2007 der große Coup. Für viele eine der besten Erfindungen seit langem und heute nicht mehr wegzudenken. Das gleiche gilt für das Macbook Air und das 2010 herausgebrachte iPad. Apple war nun überall vertreten.

Umso größer die Bestürzung als Jobs aufgrund seiner schweren Erkrankung im August 2011 seinen Posten an Tim Cook abtreten musste.                                                     Seinen letzten Auftritt hatte Steve Jobs bei der Präsentation des neuen mobilen Apple-Computer-System, dem Mac OS X Lion am 6. Juni.

Der Hype um Steve Jobs mag einigen vielleicht zu viel des Guten sein, dennoch bleibt unumstritten, dass er viel für die Welt der Technik getan hat und wir ohne ihn auf viele innovative Sachen verzichten hätten müssen. Es bleibt zu sagen, wir haben Steve Jobs im Hinblick auf technologische Innovationen viel zu verdanken.

Schweizer Politiker beziehen Stellung bei Befragung zum Thema “Freie Software”.

Die Zürcher Fellowship-Gruppe hat aufgrund der bald stattfindenden National- und Städteratswahlen in der Schweiz, Politiker zum Thema “Freie Software” befragt.

Einigkeit herrschte bei der Frage nach offenen Dokumentenformaten zum Austausch von Kommunikation mit öffentlichen Trägern. So gut wie alle Politiker sprachen sich hier für offene Standards aus. Die Grünliberale Partei Basel-Stadt geht sogar noch einen Schritt weiter, und ist der Auffassung, dass die Kommunikation mit dem Staat frei von Diskriminierung sein sollte. Ebenso gilt diese Sichtweise für die Verwendung von Softwareprodukten.

Den Link zur Umfrage finden Sie unter:

https://wiki.fsfe.org/groups/Zurich/AskYourCandidates_2011

 

 

 

Weiterer Meilenstein bei Einführung von Linux-Lösungen

Nach dem Start des LiMux-Projekts 2003, das als Deutschlands größtes Linux Projekt im öffentlichen Sektor gilt, steht der Münchner Stadtverwaltung der LiMux-Client in seiner vierten Version zu Verfügung.

Die geplante Umstellung von rund 80% der insgesamt 15.000 Arbeitsplätzen in der öffentlichen Verwaltung der Landeshauptstadt München läuft seit dem Start des Projekts im Jahr 2003 weiterhin gut.

Bereits bis Juli wurden mehr als die Hälfte der 15.000 Desktop-PCs auf Linux migriert, die seither nur noch mit freier Office Suite arbeiten und aufgrund dessen Microsoft Office fast vollständig von den Rechnern verschwunden ist.

Der nun neu vorgestellte LiMux-Client 4.0 basiert auf Ubuntu 10.04 und bringt KDE 3.5, Open Office 3.2.1, neuere Firefox- und Thunderbird-Versionen und Wollmux Version 11.2 (ein selbst entwickeltes Vorlagen- und Format-Verwaltungswerkzeug) mit, was der Stadtverwaltung München ermöglicht darauf zurückzugreifen.                                          Die neue Version wird München näher an die LTS-Distribution von Ubuntu heranbringen.

Die Veränderung Canonicals, Linux als Basis für LiMux zu verwenden, bringt neben dem Vorteil von aktuelleren Paketen auf den Computern, auch die Lösung von vielen Problemen mit sich, die sich bei der Hardwareunterstützung stellten. Das neue Projektmanagement von IBM bringt einen zusätzlichen Nutzen für das Projekt.

Neuigkeiten zu dem Thema finden Sie unter: http://www.muenchen.de/limux

 

 

LVM-Versicherung stellt alle ihre Arbeitsplätze auf Ubuntu um

Die Umstellung eines der 20 größten deutschen Versicherungsunternehmen auf Ubuntu Linux lief weitgehend problemlos und zählt zu der größten bisher bekannt gewordenen Ubuntu Umstellung in Deutschland.

Die Erkenntnis vieler Unternehmen, dass es eine Alternative zu den endlosen Zahlungen von Lizenzkosten gibt, zeigt sich auch in der Umstellung auf Ubuntu bei der LVM-Versicherung.

Nach einer langen Analysephase hat die Versicherungsgesellschaft LVM ihre 10.000 Arbeitsplätze mit Hilfe von Canonical auf Ubuntu umgestellt. Dazu zählen ihre 7.000 Computer in Filialen in ganz Deutschland und 3.000 PCs und Notebooks in ihrem Hauptsitz in Münster.

Die Umstellung auf Ubuntu begründet die Firma damit, dass das Betriebssystem zentral administrierbar sei. Zusätzlich wird erwartet, dass sich mit der Einsparung von Lizenzkosten, die durch die Anwendung von Ubuntu entfallen, die Investition schnell auszahlen wird.

LVM’s selbst entwickelte Java-basierende Anwendung “LAS”, mit der die Firma arbeitet um Versicherungsfälle abzuwickeln, gehört neben Lotus Notes, Open Office.org und Adobe Reader zu den von LVM standardmäßig genutzten Programmen, die vollständig von Ubuntu unterstützt werden, und weshalb die Umstellung nahezu reibungslos verlief.

Die Umstellung bei LVM stellt hohe Anforderungen an das System, da viele Mitarbeiter nicht direkt vom Büro aus arbeiten, sondern auf Kundenbesuchen unterwegs sind oder von zuhause aus arbeiten und deshalb eine ständige Verbindung mit der Zentrale erforderlich ist. Dennoch wird die Zukunft nach der Umstellung auf Ubuntu positiv erwartet, da LVM in Canonical den richtigen Partner für die Durchführung sieht, und sich mit Ubuntu auf die Herausforderungen des sich ständig veränderten Softwaremarktes gewappnet fühlt.