Verwendete Software in der Verwaltung des Baskenlandes soll als OpenSource veröffentlicht werden

Die spanische Provinz Baskenland hat von seiner Regierung angeordnet bekommen, dass so gut wie jede Software, die für die öffentlichen Behörden und Organisationen entwickelt wurde, als OpenSource veröffentlicht werden muss.

In der spanischen Region soll am Juli diesen Jahres die entwickelte Software der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Zudem weist das Gesetz die Verwaltungen an, die für andere Behörden entwickelte Software wiederzuverwenden.

Bis jetzt wurden nur ca. 18% der von der spanischen Behörden verwendeten Software unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlicht. Zukünftig werden die Anwendungen der baskischen Verwaltung auf Irekia  http://www.irekia.euskadi.net/en/  veröffentlicht, die mit den Seiten der spanischen Provinzen Andalusien, Extremadura, Galizien und Katalonien verlinkt ist. Laut der stellvertretenden baskischen Ministerin für öffentliche Verwaltung, Elena Pérez Barredo, sei es für die Verwaltungen besser, die vorhandene Software zu verbessern, als das wenig vorhandene Geld für neue Software auszugeben. Somit sollen die Behörden diesen Pool an Software nutzen, anstatt eigene Anwendungen zu entwickeln.

Ausgenommen von dem Gesetz der Veröffentlichung sind Anwendungen, die die staatliche Sicherheit gefährden könnten. Zudem sind kommerzielle Software-Projekte nicht betroffen, die die Behörden gemeinsam mit den Herstellern durchführen.

Freiburg wendet OpenOffice.org eventuell den Rücken zu

Probleme bei der Nutzung von OpenOffice, wie die ungenügende Unterstützung von offenen Dokumentenstandards durch andere Verwaltungen, bringt die Stadtverwaltung Freiburg jetzt dazu, über eine Rückkehr zu proprietärer Software nachzudenken.

Mangelnde Interoperabilität, also die Zusammenarbeit mit verschiedenen Systeme, sei der Hauptgrund warum Freiburg jetzt überlegt, wieder zu einer proprietären Software zu wechseln. 2007 wurde OpenOffice.org auf ca. 2300 Rechnern installiert. Von der umgekehrten Umstellung würden dann fast alle 2000 Desktop-PCs der Stadtverwaltung betroffen sein. Wiederholt hat sich die IT-Abteilung der Freiburger Stadtverwaltung dafür eingesetzt, dass in den deutschen wie auch den europäischen Verwaltungen, mit denen Freiburg zusammenarbeitet, das Open Document Format (ODF) für den Dokumentenaustausch verwendet wird. Anderenfalls hatten die Mitarbeiter mit großen Interoperabilitätsproblemen zu kämpfen.

Das Problem sei, dass Rechenzentren die mit Steuergeldern finanziert werden, größtenteils Anwendungen verwenden, die proprietäre Software erfordern. So lautet eine Aussage einer Quelle, die nicht genannt werden möchte. Dass sei dann auch der Grund, warum von Mitarbeitern nicht erwartet werden kann, dass sie freie Software gerne bei der Arbeit benutzen, wenn sie tagtäglich mit Interoperabilitätsprobleme konfortiert werden.

Allerdings liegt das Problem nicht nur allein an der fehlenden Kooperation von anderen Verwaltungen. Rüdiger Czieschla, Leiter der IT-Abteilung der Stadt Freiburg, gab zu, dass bei der Einführung von OpenOffice.org Fehler begannen wurden. Die Ähnlichkeit zwischen Writer und MS Word wurde deutlich überschätzt und somit zu wenig Schulungsaufwand eingeplant. Da sich viele Mitarbeiter in der Verwaltung selbst mit MS Office nur laienhaft auskannten, wurde dies mit OpenOffice.org zum richtigen Problem. Die vernachlässigte arbeitsorganisatorische Beratung führte im Laufe der Zeit immer mehr zu einer abwertenden Grundhaltung gegenüber OpenOffice. Zudem fehlte das Verständnis für die Vorteile nachhaltiger IT und offener Standards, weil die Umstellung und Umgewöhnung kritisch beäugt wurde.

Doch trotz der Schwierigkeiten, die OpenOffice.org in der Verwaltung hervorgerufen hat, setzt sich Czieschla für offene Standards und freie Software ein, und nennt erneut viele Gründe, die trotzdem für eine solche Lösung sprechen. Da wären zum einen Innovationspotential, Transparenz der Regierungshandels, Vermeidung von Herstellerabhängigkeit und zum anderen die Interoperationalität offener Standards sowie die damit verbundene Kostenreduzierung und die Unabhängigkeit von elektronischen Dokumenten vom Bearbeitungswerkzeug zu nennen.

Ubuntu will die 5% Marke knacken

Canonicals Verkaufsleiter Chris Kenyon gab auf dem diesjährigen Ubuntu Developer Summit (UDS) in Oakland bekannt, dass Ubuntu bis 2015 einen Marktanteil von 5 % anpeilt; dies entspreche einer Verteilung auf 200 Millionen Rechnern.

Grundlage für so ein hochgestecktes Ziel liegen in den Verkaufszahlen des letzten Jahres. Demnach sind letztes Jahr acht bis zehn Millionen PCs mit vorinstalliertem Ubunutu verkauft worden. Kenyon erwartet, dass aufgrund von der neuen Ubuntu-Version 12.04 LTS die Zahlen noch deutlich steigen werden. Für das kommenden Jahr rechnet er schon mit einem Absatz von 18 Millionen Ubuntu-PCs.

Die gewünschten Absatzzahlen für das kommende Jahr entsprechen dann einem Marktanteil von ca. 5 Prozent. Momentan hält Linux zwischen 1 und 3 Prozent. Dennoch muss erwähnt werden, dass die Verkaufszahlen sicherlich nicht die absolute Verbreitung von Ubuntu darstellt. Viele Nutzer installieren ihr System selbst, weshalb die tatsächliche Verbreitung viel größer ist als tatsächlich dokumentiert.                                                     Allerdings kann man sich die ganze Geschichte auch andersherum vorstellen. Die verkauften PCs mit vorinstalliertem Ubuntu könnten unter Umständen nach dem Kauf mit Windows überspielt werden. Da man bei freier Software keine Lizenzen zählen kann, kann dies nicht nachgeprüft werden.

Canonical will sein 5% Ziel mit einer Expansionsstrategie erreichen. So soll in Peking ein eigenes Büro eröffnet werden, denn auch in den Dell-Stores in China ist schon ein Ubuntu-Branding vorhanden. Was auch zu dieser Strategie passt, ist die Erschließung neuer Geschäftsfelder die Canonical geplant hatte, wie etwa auf Android und im TV-Bereich vertreten zu sein.

(vgl. Thomas Drilling, http://www.pro-linux.de/news/1/18349/ubuntu-peilt-fuenf-prozent-marktanteil-weltweit-an.html)

Im Ubuntu Software Center sind nun auch Spiele erhältlich

Der Spielehersteller EA vertreibt ab sofort zwei seiner Spiele über das Ubuntu Software Center.

Bei den Spielen, die ab sofort vom Spielehersteller Electronic Arts über den Software-Shop von Ubuntu vertrieben werden, handelt es sich zum einen um „Command & Conquer Tiberium Allliances“ und „ Lord of Ultima“. Diese sind kostenlos verfügbar, es muss allerdings beachtet werden, dass es die beiden bisher nur als Webbrowser-basierte Spiele gibt, die unter verschiedenen Browsern ausgeführt werden können. Es ist bisher nicht bekannt, ob EA plant weitere Computer- und Videospiele über Ubuntu zu vertreiben.

Auch wenn Ubuntu Community Manager Jono Bacon es bedauert, dass die Spieltitel nicht nativ unter Linux umgesetzt wurden, freut er sich, über das große Interesse von EA am Linux-Markt.

Neben Electronic Arts arbeitet auch Valve, ein Partner von EA, an einer Unterstützung von Steam für Linux. Das Interesse an Linux wächst weiter, da auch andere unabhängige Spielehersteller daran interessiert sind, Varianten ihrer Produkte über das freie Betriebssystem zu vertreiben.

LibreOffice in einer neuen Version veröffentlicht

Das neueste Update LibreOffice 3.5.3, das dritte seit 3.5. welches von der TDF (The Document Foundation) veröffentlicht wurde, enthält außschließlich Verbesserungen und richtet sich vor allem an Unternehmen und an Nutzer, die eine stabile Basis bevorzugen.

Bei LibreOffice 3.5.3 wurde vor allem auf die Stabiliät der Suite und die Fehlerbehebung wert gelegt, auf Neuerungen wurde verzichtet. Alle vorgenommenen Korrekturen können unter http://wiki.documentfoundation.org/Releases/3.5.3/RC1 und http://wiki.documentfoundation.org/Releases/3.5.3/RC2 nachgelesen werden.

Die aktuelle Version von LibreOffice, die in vielen Sprachen verfügbar ist, kann unter http://de.libreoffice.org/ heruntergeladen werden.

Die LibreOffice-Gemeinschaft erhält zudem immer mehr Nachwuchs. Nach eigenen Angaben kamen 34 neue Entwickler dazu, davon sind 10 Studenten im Rahmen des Google Summer of Code. Die TDF fühlt sich durch diesen Zuwachs in ihren Offenheitskurs bestätigt.

SugarCRM in Version 6.5 vorgestellt

Die Firma SugarCRM hat auf der Hausmesse SugarCon2012 die Software für das Customer Relationship Management in der Version 6.5 vorgestellt.

Die neue Version hat einige Änderungen vorzuweisen, die besser auf den Anwender abgestimmt sind. Durch eine Suchfunktion, die mit Volltextfunktion ausgestattet ist, werden sich vor allem Benutzer leichter tun, die schon mit der Google-Suche umgehen können.

Auch der Kalender wurde durch eine Drag & Drop-Oberfläche ergänzt und unterstützt den iCal-Standard, so dass die Verwaltung der Termine in andere Anwendungen übernommen werden kann.

In der neuen Version von SugarCRM ist es zusätzlich möglich, sich besser mit Netzwerken wie LinkedIn, Microsoft Outlook, IBM Connections und IBM SmartCloud zu vernetzen. Im Großen und Ganzen soll die neue Software im Vergleich zum Vorgänger spürbar leistungsfähiger und schneller sein.

Neben der kostenlosen Community-Edition unter http://sourceforge.net/projects/sugarcrm/files/ gibt es SugarCRM noch in den Varianten Professional, Corporate, Enterprise und Ultimate, die dann aber zwischen 30 und 100 Dollar pro Monat kosten.