Coverity Untersuchung beweißt: Open-Source-Software schneidet sehr gut ab

Das Scan-Projekt scan.coverity.com ist eine von der US-Regierung finanzierte Studie, die die Qualität und Sicherheit von Open-Source-Software untersucht. Das Unternehmen Coverity untersucht schon seit 2009 die Qualität von Quellcodes im Vergleich zwischen freien und offenen Projekten, und dies immer im Auftrag des US-amerikanischen Heimatschutzministeriums. Die letzte Untersuchung zeigt: die Qualität der Software hat weiter zugenommen.

Bei den Untersuchungen des letzten Jahres wurden 41 proprietäre Softwareprodukte mit insgesamt 300 Millionen Codezeilen und 45 große Open-Source-Projekte mit insgesamt 37 Millionen Codezeilen genauer unter die Lupe genommen.

Die Qualität der Software wird mit der Fehlerdichte pro 1.000 Codezeilen gemessen. Hier schneiden vor allem die Open-Source-Projekte gut ab, zu denen Linux Kernel 2.6, PHP 5.3 und PostgreSQL 9.1 zählen, die laut Coverity herausragende Beispiele für quelloffene Projekte darstellen. Pro 1.000 Codezeilen liegt die durchschnittliche Fehleranzahl bei 0,45. Bei proprietären Codes lag die Fehlerdichte mit 0,64 weitaus höher. Trotzdem liegen beiden Werte noch deutlich unter der für die Softwareindustrie üblichen Fehlerdichte von 1.0.

In der Einzeluntersuchung kam Coverity auf folgende Ergebnisse: Linux 6.2 lag mit 0,62 bei fast 7 Millionen Zeilencode relativ hoch im Vergleich zu PHP 5.3 mit einer Fehlerdichte von 0,20 bei 1,1 Millionen Zeilen und PostgreSQL 9.1 mit 0,21 Fehlerdichte bei 0,5 Million Zeilen schnitt am besten ab. Nach Aussage von Coverity verfügen vor allem PHP 5.3 und PostgreSQL 9.1 über eine sehr gute Qualität.

Die vollständige Untersuchung kann von der Seite von Coverity herunter geladen werden: http://softwareintegrity.coverity.com/coverity-scan-2011-open-source-integrity-report-registration.html

Münchner LiMux-Projekt steht vor dem Abschluss

Vergangenes Jahr haben wir über das Münchner Projekt LiMux berichtet, dass die Umstellung von rund 80% der Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung Münchens geplant hatte. Nun steht das Projekt vor dem Abschluss.

Inzwischen laufen 10.000 der 14.000 Rechner unter Linux. Bei diesen Rechnern ist Microsoft Office vollständig verschwunden und durch OpenOffice in der Version 3.2.1 ersetzt worden. Das Problem der nicht durch ein Fachverfahren ersetzbaren Makroanwendungen wurde durch die Umstellung auf zentral wartbare und qualitätsgesicherte Makro-bzw. Webanwendungen gelöst.

Ein großer Vorteil im Wechsel zu OpenOffice liegt in der Konsolidierung der ca. 900 ungesteuerten und undokumentierten Einzel-Makros. Durch das Projekt ist ein geordnetes System mit ca. 100 Makro-Fachanwendungen und 38 zentral gepflegten Webanwendungen entstanden.

Das durch MS-Office entstandene Chaos an Formularen, Vorlagen und Makros konnte unter anderem auch durch die optimierten Lösungen für Text-Verwaltungsaufgaben von WollMux in den Griff gebracht werden. Das selbst entwickelte System WollMux erleichtert das Arbeiten mit Vorlagen, Formularen und Briefköpfen.

Ganz nach dem Prinzip der Open-Source-Philosophie, sieht die Münchner Verwaltung vor, dass sie anderen Kommunen und Organisationen durch die entwickelten Vorlagen und Makros und die Erfahrung mit dem Projekt zur Seite steht. Da WollMux als OpenSource veröffentlicht wurde, nutzen nun auch andere Kommunen das System.

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten, können sie dafür unter anderem unseren Blogeintrag “Weiterer Meilenstein bei Einführung von Linux-Lösungen” vom 29.09.2011 lesen.

Ubuntu plant auch für Handys verfügbar zu sein

Nachdem Ubuntu erfolgreich auf Rechnern läuft, soll es jetzt auch auf die Handys kommen.

Der Ubuntu-Hersteller Canonical möchte Ubuntu jetzt auch auf Handys einführen. Hierbei wird vor allem ein Auge auf Smartphones mit Android geworfen. Android und Ubuntu sollen gemeinsam zum Einsatz kommen.

Das Smartphone kann dann zum Beispiel an einen Monitor angeschlossen werden und durch die Ubuntu-Software hat der User die Möglichkeit, wie mit einem normalen PC zu arbeiten. Das Android-Device stellt mit einem Monitor einen PC-Ersatz dar. Dies soll vor allem für Unternehmen schmackhaft gemacht werden, da sich diese durch die Verbindung von Smartphone und Ubuntu-Software PC-Kosten sparen können. Durch die Verbindung von Smartphone und Ubuntu-Software ist nur noch ein Monitor notwendig um arbeiten zu können.

Neben dem Anschluss an einen Monitor als PC-Ersatz, besteht auch die Möglichkeit das Smartphone an einen Fernseher anzuschließen. Daraufhin startet die integrierte TV-Anwendung und der User kann über das Smartphone fernsehen.

Doch auch Motorola hat schon seit längerem ein zu Android parallel installiertes Linux-System. Die Idee von Canonical bleibt bei der Funktionsweise nah an dem schon bestehenden Motorola Atrix.

Canonical will mit seiner Idee vor allem die großen Handy-Hersteller ansprechen, die das Ubuntu für Android vorinstallieren können und somit einen Zusatznutzen anbieten.

Ubuntu extra für Unternehmen

Extra für Unternehmen hat Canonical, der Hersteller von Ubuntu, jetzt eine “Ubuntu Business Desktop Remix” Version vorgestellt.

Der Unterschied zur Standard Version liegt in der Konzentration auf unternehmensrelevante Anwendungen. In der speziellen Version fehlen beispielsweiße Spiele, Anwendungen für soziale Netzwerke, Filesharing, Entwicklungs- und Administrationswerkzeuge u.a. Zusätzlich wurden Adobes Flash-Plugin, Vmware View und OpenJDK6 hinzugefügt.

Der Sinn von dem Ganzen soll sein, durch die Konzentration auf das Wesentliche eine optimale Einsatzmöglichkeit für Desktopsysteme in Unternehmen zu bieten.

Vor allem Firmen, die sich für Ubuntu interessieren, aber es noch nicht anwenden, sollen mit Ubuntu Business Desktop Remix auf die im April erscheinende Version 12.04 LTS aufmerksam gemacht werden.

Die Version für Unternehmen kann nach einer Registrierung kostenlos heruntergeladen werden.