Studie beweißt: OpenStreetMap schneidet im Vergleich zu einem kommerziellen Anbieter gut ab

Forscher der Universität Heidelberg haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass die Karten von OpenStreetMap mittlerweile mit einem kommerziellen Anbieter weitgehend mithalten.

Das Kartenmaterial von OpenStreetMap, welches von mehr als 100.000 Internetnutzern weltweit ständig aktualisiert und bearbeitet wird, hat mittlerweile in manchen Bereichen fast ein Drittel mehr an Informationen erfasst, als etwa die des proprietären Anbieters TomTom. Vor allem in Sachen Rad- und Fußgängerwegen hat das freie Kartenprojekt mehr zu bieten, als seine kommerzielle Konkurrenz. Die Studie der Universität Heidelberg hat ergeben, dass OSM noch 9% der Daten hinter denen des Anbieters TomTom liegt. Doch die weitere Entwicklung wird positiv gesehen, so dass erwartet wird, dass dieser Rückstand schon 2012 aufgeholt werden könnte.

Allerdings hinkt OpenStreetMap vor allen in Sachen Abbiegevorschriften dem Konkurrenten hinterher. Während bei TomTom über 170.000 der sogenannten Turn Restrictions vorzufinden seien, sind es bei OSM nur 21.000. (Stand Juni 2011) Dieses Defizit tritt vor allem in weniger dicht besiedelten Gebieten auf, wie ländliche Territorien. Hier geht man davon aus, dass OSM doch noch einige Zeit brauchen wird um das aufzuholen.

Das Fazit der Forscher ist, dass OpenStreetMap 7 Jahre nach seiner Gründung zwar Stärken im Detail zeigt, aber dennoch noch ungefähr 5 Jahre braucht, um beim Routen von Fahrzeugen dem Standard des Konkurrenten TomTom gerecht werden zu können.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Sie können folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>