Zur diesjährigen Ubuntu-Entwicklerkonferenz in Orlando veröffentlichte Ubuntu-Community-Manager Jono Bacon einen Bericht über die Pläne für Ubuntu 12.04 LTS.
Neben den Plänen für die neueste Version stellte Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth auch seine Vision für 2014 vor. Version 12.04 wird versuchen die erfahrenen Nutzer anzusprechen und soll als LTS-Version (Long Term Support) mit 5 Jahren Support auch für die Desktop-Variante kommen. Da die Nachfrage nach einer Unternehmensversion von Ubuntu ansteigt, würde dies, laut Shuttleworth, besser auf die Bedürfnisse der Unternehmensanwender passen, und es wird deshalb ein Referenz-Desktop für Unternehmen veröffentlicht.
Die Schwerpunkte für die nächsten Jahren sind unter anderem die Cloud mit der Plattform OpenStack und Ubuntu One, ARM-CPUs und aufgrund dessen, dass der Wechsel vom klassischen Computer auf neue Geräte zunimmt, gilt als weiteres Ziel die Verbreitung von Ubuntu auf alle Mobilgeräte. Dies soll offenbar in Konkurrenz zu Android und Tizen geschehen. Die GNOME-basierte grafische Oberfläche Unity soll auch für all diese Geräte zum Einsatz kommen, ebenso wie die weitgehende Vernetzung aller Geräte.
Die Einzelheiten zur kommenden Version 12.04 LTS wurden in zahlreichen Vorträgen diskutiert und vorgestellt. Der Hauptaugenmerk gilt hier der Stabilität, auch auf dem Desktop. Des weiteren werden auch auf den Energieverbrauch und den anderen bisherigen Problembereichen mehr Aufmerksamkeit aufgewendet werden. Das Booten soll beschleunigt werden und auch wie das Suspendieren und Aufwecken, ohne Text-Fehlermeldungen auf dem Bildschirm vor sich gehen. Für die Beschleunigung wollen die Entwickler im Normalfall auf Initial Ramdisk verzichten. Es soll eine Datenbank mit Fehlerberichten von abgestürzten Programmen entstehen.
Für mehr Zuverlässigkeit soll die Test-Infrastruktur für den Server verbessert werden. Zusätzlich soll eine Verbesserung der Installation der Cloud eingeführt und die neueste Version von OpenStack integriert werden. Weitere Cloud-Features und -Aktualisierungen sind geplant, ebenso wie Unterstützung für zusätzliche ARM-Systeme.
Der Kernel wird voraussichtlich auf Linux 3.2 beruhen und eventuell auf die Unterstützung von alten 32-Bit-CPUs ohne PAE verzichten.
Bis es allerdings so weit ist, dass die Nutzer mobiles Ubuntu nutzen können, wird noch einige Zeit vergehen. Laut Shuttleworth könnte Ubuntu am 14.04.2014 auf dem gewünschten Stand sein.